Leben und Wohnen im Alter in Dötlingen

Der geplante Bau eines Altenwohnheims in Dötlingen löste starke Proteste in der Bürgerschaft aus. Zur Debatte stand aber nicht die Notwendigkeit, das Pflegeangebot der Gemeinde auszuweiten. Stein des Anstoßes war vielmehr Art und Umfang des Projekts, das zum Dorf Dötlingen nicht so recht passen wollte. Anstatt die Pläne gegen den Bürgerwillen durchzusetzen, reagierte die Politik umsichtig und lud alle Interessierten zur Mitarbeit ein.

Ein Angebot, das gerne angenommen wurde. Mit unserer Hilfe wurde ein transparenter Prozess initiiert, um zunächst grundlegende Konzepte zum Thema Demographie und Altern zu erarbeiten. Über die partizipative Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnisen, Wünschen, auch Ängsten, über den akuten Bedarf nach innovativen Pflege- und Wohnkonzepten vor Ort sind die Dötlinger*innen zu Antworten von gesellschaftlicher Relevanz vorgedrungen.

Kollaborativ statt konfrontativ stellten sich Dötlinger Politiker*innen aller Fraktionen, aus Verwaltung und Bürgerschaft danach den Herausforderungen des demographischen Wandels. Es ist ein Konzept für das Leben und Wohnen im Alter entstanden, das auf einem von uns entwickelten Drei-Säulen-Modell fußt: Professionelle Nachbarschaftshilfe (Verein), neue Wohnkonzepte (Genossenschaft) und Pflege.

Auftraggeber:
Gemeinde Dötlingen
Zeitraum:
2013/2014
Leistungen:
  • Bürgerwerkstatt
  • Dokumentation
  • Konzept
  • Umsetzungsbegleitung
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