Kolloquium: Generative Prozesse - die Dynamik des Lebendigen

Kolloquium: Generative Prozesse - die Dynamik des Lebendigen

mit Jascha Rohr
07.05.2015, 19:30 Uhr


Moltkestrasse 6, 26122 Oldenburg
Anmeldung notwendig

Anmeldung an ausbildung [at] partizipativ-gestalten [dot] de oder unter +49-441-998489-50
Egal in welchem Bereich wir arbeiten, wir arbeiten immer in und mit Prozessen: in einer Abfolge von Ereignissen, die ihrer eigenen inneren Logik folgt und eine eigene Dynamik entwickelt. Das gilt insbesondere für jedes Arbeitsfeld, das Menschen involviert und mit Veränderungen und Gestaltung arbeitet. Unsere übliche Umgehensweise mit diesen Prozessen ist die Entwicklung von Verfahren, mit denen wir Prozesse steuern, kontrollieren und zu einem effektiven Ende führen wollen. Wir sprechen dann von Projektplänen und Meilensteinen oder präsentieren Graphiken mit logisch aufeinander folgenden Prozessschritten. Häufig verwechseln wir dann diese von uns konstruierten Verfahren mit den natürlichen Prozessen, die sich tatsächlich entfalten und uns immer wieder aus unseren anscheinend kontrollierten Prozessen werfen.
Uns interessieren in diesem Kolloquium die tatsächlich sich entfaltenden Prozesse und wir gehen der Frage nach, wie wir möglichst direkt mit ihnen arbeiten können ohne ihre Potentialitäten in von uns geschaffene Korsetts zu zwängen. Ein natürlicher Prozess folgt einer inneren DNA und generiert seine Schritte, seine Wandlung und Entwicklung und seine Ergebnisse aus sich selbst heraus, nicht ohne auf seine spezifische Weise mit seinem Kontext zu interagieren. Wir nennen diese Prozesse generative Prozesse, da sie eine eigene Generativität und Lebendigkeit besitzen. Uns interessiert, welche Qualitäten, Potentiale und Muster generative Prozesse in sich tragen, wie wir sie erkennen und verstehen und mit Ihnen so interagieren könnnen, dass wir mit ihrer Dynamik und nicht gegen sie arbeiten.
Das Kolloquium des IPG beleuchtet theoretische Fragen, die im Zusammenhang mit unserer Arbeit stehen und neue Ansätze für das Design in kokreativen und transformativen Prozessen liefern. Sie beinhalten in der Regel Vorträge, Erfahrungsberichte und prozessorientierte Reflexion gestalterischer Praxis.

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