Kolloquium: Eine Alternative zum Subjekt - Objekt Dualismus

Das Konzept der Partizipateure

mit Jascha Rohr
12.03.2015, 19:30 Uhr
Moltkestrasse 6a, 26122 Oldenburg

Anmeldung notwendig
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Der Subjekt-Objekt Dualismus ist die Kernprämisse sämtlicher philosophischer Konzeptionen zumindest in der westlichen Philosophie. Wie bei Prämissen üblich, bleibt er in der Regel unhinterfragt und unbewiesen. Er ist eine Annahme, die auf Interpretation von Erfahrung beruht. Es häufen sich jedoch die Hinweise, dass unser Umgang mit der Welt und die Krisen, die daraus resultieren in einem direktem Zusammenhang mit diesem Code unseres Weltverstehens stehen. Die gesamte westliche Philosophie hat immer wieder an diesem Code geschrieben und verschiedenste Ansätze geliefert, um den Subjekt-Objekt-Dualismus neu zu interpretieren. Doch er selbst ist dabei erstaunlich stabil und beständig geblieben.

Insbesondere wenn man der Frage nachgeht, wie wir in Zukunft auf der Erde leben können ohne die lokalen und globalen Krisen zu verursachen, die bisher ein unabänderlicher Bestandteil menschlichen Wirkens waren, dann werden wir nicht umhin kommen, den Subjekt-Objekt Dualismus vollständig zu ersetzen durch ein theoretisches Verständnis des Seins, dass Alternativen des Miteinanders aufzeigt. Ein solcher Versuche ist das Konzept der Partizipateure. Es ersetzt den bestehenden Dualismus durch eine Konzeption von Einheit (alles hat einen Anteil am Sein) und Vielfalt (alles ist auf seine je spezifische Weise in der Welt und wirkt). Das Konzept der Partizipateure steht im Zentrum der Arbeit des IPG, somit wird diese Theorie seit vielen Jahren praktisch erprobt. Die Hoffnung, die sich an diesen neuen Code knüpft, ist die Möglichkeit in kokreativen Prozessen zu denken und zu gestalten, die zur Lebendigkeit der Welt im Positiven beitragen.

Das Kolloquium des IPG beleuchtet theoretische Fragen, die im Zusammenhang mit unserer Arbeit stehen und neue Ansätze für das Design in kokreativen und transformativen Prozessen liefern. Sie beinhalten in der Regel Vorträge, Erfahrungsberichte und prozessorientierte Reflexion gestalterischer Praxis.

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