Das Zentrum am Bollert – eine Konzeptstudie

Dorfleben neu gedacht:
Gründen und Coworken auf dem Land.

Das IPG hat vor einigen Jahren im Auftrag der Bollertdorf-Initiative in der Nähe von Göttingen ein Konzept für ein ländliches Gründerzentrum und einen Coworking-Space entwickelt, das wir noch immer als wegweisend und innovativ für die Zukunft ländlicher Gegenden ansehen. Da sich in letzter Zeit Anfragen in diese Richtung häufen, haben wir beschlossen, das Konzept hier zu veröffentlichen. Gerne stehen wir anderen Initiativen und Kommunen bei der Umsetzung ähnlicher Konzepte in Planung und Umsetzung zur Seite.

Ziel der Bollertdorf-Initiative ist die Entwicklung der Region, die Umkehr des demografischen Wandels und das Aufzeigen von attraktiven Perspektiven für das Leben in den Bollertdörfern für alle Generationen.

Klar ist: der ländliche Raum verliert zunehmend seine Bevölkerung und die Menschen werden immer älter. Das trifft natürlich auch auf die Bollertdörfer Volpriehausen, Schlarpe, Delliehausen und Gierswalde zu. Möchte man langfristig die Lebensqualität und die Infrastruktur für alle Generationen erhalten, dann ist es notwendig, das Leben in den Dörfern zu stärken und vor allem jungen Menschen, die sich etwas aufbauen möchten, entsprechende Angebote zu machen.

 

Das Leben auf dem Dorf ist gerade auch für Menschen, die als Selbstständige, mit kleinen Firmen, als Dienstleister, Wissens- und Digitalarbeiter tätig sind, attraktiv: eine gesunde und sichere Umgebung für die Kinder, geringe Preise für den Erwerb von Wohnbesitz und, wenn vorhanden, ein intaktes soziales Umfeld, machen den ländlichen Raum interessant. Was diesen Menschen fehlt, sind Kristallisationspunkte und moderne Angebote, um die eigene Arbeit organisieren und strukturieren zu können. Hier hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung statt gefunden und die Ansprüche sind gestiegen.

Ländliche Ortschaften, die für diese Nachfrage Lösungen anbieten können, die ein gesundes und natürliches Wohnumfeld, eine intakte soziale Dorfgemeinschaft und gleichzeitig eine moderne und innovative Infrastruktur für die Wissens-, Informations- und Dienstleistungssektoren bieten, können nur gewinnen. Denn mit jungen Menschen, die beste Möglichkeiten für ihren Erwerb im Dorf vorfinden, kommt auch wieder Finanzkraft in die Dörfer: Geschäfte, Handwerk und Dienstleister profitieren, Arbeitsplätze werden geschaffen.

Zentrum am Bollert (ZAB)

Planung

Das Konzept für das Zentrum am Bollert entstand in einer Bürgernahen Entwurfwerkstatt. Die Bürgerinnen und Bürger der Bollertdörfer wurden über die Internetseite, den Emailverteiler der Bollertdörfer Initiative sowie über die Zeitung (HNA) dazu eingeladen, das Planungsteam zu besuchen und zu unterstützen. Durch Besuche während der ganzen Entwurfswerkstatt konnte die Entstehung des Entwurfs transparent miterlebt werden. Nachmittags wurde zudem für jeweils anderthalb Stunden aktiv gemeinsam in der Gruppe geplant. Circa 30 Bürger und Bürgerinnen nahmen dieses Angebot wahr und beteiligten sich engagiert. Das vorliegende Konzept stellt die Ergebnisse dieser dreieinhalb Tage Planungsarbeit dar.

Lage

Da das Zentrum am Bollert möglichst nah an die vorhandene öffentliche Infrastruktur angebunden werden sollte, war es selbstverständlich, sich zuerst in unmittelbarer Umgebung von Schule, Kindergarten und Sporthalle nach geeigneten Bauplätzen umzusehen. Geprüft wurden aber auch andere Standorte im Dorf und im Neubaugebiet oberhalb der Schule. Der Bereich hinter den vorhandenen Gebäuden in Richtung Rehbach war ursprünglich weder im Bewusstsein der Planerinnen des IPG noch der Bürgerinnnen und Bürger. Es wurde aber schnell deutlich, dass diese Fläche a) ausreichend groß ist, b) die vorhandenen Gebäude hier optimal miteinander verbunden werden konnten und c) mit dem Rehbach einen besonderen Charme hat. Bedenken gab es  anfangs bezüglich der Nässe des Untergrunds. Allerdings stellte sich in der weiteren Planung heraus, dass das neue Gebäude zum einen auf einem erhöhten Niveau gebaut werden würde und man zum anderen mit der geplanten Terrasse und einer entsprechenden Entwässerung allen möglichen Problemen diesbezüglich optimal begegnen kann. Insbesondere mit dem neu geplanten Fuß- und Fahrradweg kommt dem Zentrum am Bollert so eine ideale, zentrale Lage zu. Es ist gut aus allen Richtungen zu erreichen und zeichnet sich durch eine optimale Anbindung an die weiteren öffentlichen Einrichtungen aus, mit denen es auch in Bezug auf die Nutzung in enger Beziehung steht.

Nutzung

Für die Nutzung sind verschiedene Bereiche innerhalb des ZAB vorgesehen. Dabei besteht viel Flexibilität in Bezug auf die konkrete spätere Ausgestaltung. Absolut zentrale Anliegen bei der Planung sind die Schaffung der Dorfküche und Raum für die Coworkingbüros. Weitere Nutzungen ergeben sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zu Schule, Kindergarten, Sporthalle und evangelischem Gemeindehaus. Der Wunsch nach einem ausgewogenen Angebot für alle Altersstufen leitet ebenfalls die Planung.

Gemeinschaft – Kommunikation – Dorfküche

Zwischen Schule und Sporthalle betritt man über ein zentrales Foyer direkt den Mittelteil des ZAB. Hier befindet sich die Dorfküche und das Café. Schon jetzt werden die Kinder der Rehbachsschule – einer Ganztagsschule – mittags zentral versorgt. Dies wird in Zukunft in der Dorfküche stattfinden, in der nun auch Kinder aus dem Kindergarten, Senioren und Seniorinnen, als auch Erwachsene, die zum Beispiel in den Coworking-Büros arbeiten, günstig gemeinsam zu Mittag essen können. Solche Mittagstische sind von vielen Mehrgenerationenhäusern erfolgreich erprobt. Vor- und Nachmittags dient der Bereich als Café und Aufenthaltsraum. Hier können Spiele gespielt oder Kindergeburtstage gefeiert werden. Die angrenzenden Außenbereiche, insbesondere die Terrasse, ermöglichen in der warmen Jahreszeit, diese Nutzungen auch problemlos nach außen zu verlegen.

Sport – Gesundheit – Aktivitäten

Die derzeitige Glück-Auf-Halle ist fensterlos und entsprechend dunkel und unattraktiv. Von der Ausstattung her ermöglicht sie zwar viele Gruppensportarten und traditionelles Training, von den Angeboten moderner Sportstätten ist sie jedoch weit entfernt. Hinzu kommt, dass der Sportverein zunehmend in die finanzielle und organisationelle Betreuung der Halle eingebunden ist, was nur dann langfristig bewältigt werden kann, wenn es ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept gibt. Das Konzept des Zentrum am Bollert sieht daher vor, die Sporthalle zu einem kleinen, attraktiven, modernen Sportzentrum auszubauen. Die Halle erhält durch große Fenster an der Westseite mehr Licht und wird saniert. Die Funktionsräume werden vollständig neu strukturiert und durch ein zweites Geschoss ergänzt. Hier entsteht ein kleines Fitnessstudio, sowie ein Raum für beispielsweise Gymnastik, Tanz, Yoga oder gesundheitstherapeutische Angebote. Das ZAB bietet zudem die Möglichkeit, Räumlichkeiten an ortsansässige Therapeuten zu vermieten. Diesbezüglich wurde schon entsprechendes Interesse geäußert. Vereine, Schule, Kindergarten, Senior*innengruppen und Privatpersonen sollen die neuen Sporträumlichkeiten entsprechend ihrer Interessen und Bedürfnisse nutzen können. Angesprochen werden insbesondere die Erwachsenen, die in den Coworkingbüros oder im Dorf arbeiten und nach der Arbeit oder in den Pausen zum Beispiel das Fitnessangebot oder auch nur die Duschen (für Fahrradpendler*innen) nutzen möchten.

Coworkingbüros – Zusammenarbeit – Projekte

Das wirkliche Alleinstellungsmerkmal des ZAB ist das Coworkingangebot – in dieser Form ist es für den ländlichen Raum bisher einmalig. Im ZAB stehen für junge Unternehmer, Selbstständige und kleine Firmen, die im Bereich Wissen, Dienstleistungen und Information arbeiten, Arbeitsräume und Arbeitsplätze zur Verfügung. Diese können nach Bedarf gemietet werden. So gibt es sowohl feste Räume und Arbeitsplätze zu mieten als auch flexible Arbeitsplätze. An diese setzt man sich mit seinem eigenen Laptop und kann sofort loslegen. Dadurch ist es möglich, dass sich zum Beispiel sowohl eine kleine Firma mit vier Mitarbeitenden fest in einen Raum einmietet als auch ein Selbstständiger, der viel unterwegs ist, für drei Tage die Woche einen flexiblen Arbeitsplatz bucht. Aber auch ein Verein kann sein Vereinsbüro hier einmal pro Woche öffnen. Ein intelligentes Buchungssystem sorgt dafür, dass auch bei hoher Auslastung alle einen idealen Arbeitsplatz vorfinden. Dazu werden unter anderem gute Drucker, eine schnelle Internetanbindung, eine Rezeption mit Anmeldung und Gesprächsräume zur Verfügung gestellt. Der Mehrwert eines Coworkingangebots liegt aber besonders in den Vernetzungsmöglichkeiten mit Menschen aus anderen Firmen und Sparten. Hier funktioniert ein Coworking wie ein moderner Businessclub, in dem man sich kennen lernt, gemeinsame Ideen und Konzepte entwickelt und ins Geschäft miteinander kommt. Häufig wird das Angebot zusätzlich ergänzt durch interne Vorträge und Weiterbildungen, kreative Veranstaltungen oder einfach nur eine gemeinsame Runde am Kicker. Auf diese Weise steht eine umfassende und erfolgsfördernde Infrastruktur zur Verfügung, die in ländlichen Regionen ihresgleichen sucht, aber genau hier gebraucht wird.

Freiraum

Der Freiraum des ZAB liegt im Süden des Gebäudes und ist daher bei schönem Wetter ein angenehmer Aufenthaltsort, auch im Frühjahr und Herbst. Er wird als eine dem Gebäude vorgelagerte, ebenerdige Terrasse ausgebildet. Als Material wird eine wassergebundene Decke vorgeschlagen, die einen hellen Farbton hat, wasserdurchlässig und durch neue Verfahren auch sehr robust ist.

Kleinkronige Bäume bieten im Sommer Schattenplätze an. Bewegliche Sitzmöbel ermöglichen ein Sitzen auf der ganzen Terrasse. So kann man bei gutem Wetter draußen essen, einfach nur sitzen und sich unterhalten oder auch in Nischen vor den Coworkingbüros alleine oder in Gruppen arbeiten.

Die Terrasse liegt etwa 1,5 m höher als der Rehbach, der von einer natürlichen Vegetationsfläche gesäumt wird. Von hier aus ist sie über den neu eingerichteten Fußweg bequem zu erreichen. Sie wird durch eine Mauer aus Kalksandsteinblöcken abgefangen. Fußgänger*innen können die Treppe im Südwesten nutzen, Fahrradfahrer*innen sowie Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Gehbehinderung steht eine Rampe an der Südostseite zur Verfügung. Natürlich kann man auch direkt durch das ZAB auf die Terrasse gehen.

Ebenfalls im Südosten werden die Kalksteinblöcke zu Sitzstufen, die zum einen die Terrasse abfangen und auf denen man zum anderen sitzend die Nähe des Rehbachs genießen kann. Bei Hochwasser findet der Rehbach hier zusätzliche Fläche. Vorhandene Bäume bleiben erhalten und spenden Schatten.

Weitere Anregungen

Gemeinschaftswerkstätten

Im jetzigen Schuppen östlich neben der Schule befindet sich schon jetzt eine Werkstatt, die von der Schule genutzt wird. Diese Werkstatt als Gemeinschaftswerkstätten auszubauen, in denen auch Kurse für Erwachsene stattfinden oder die von der Bevölkerung genutzt werden können, würde das Coworking-Konzept auch auf den Bereich Handwerk ausweiten.

Waldkindergarten, Waldspielplatz und Streuobstwiese

Sollte der bisherige Kindergarten an die Grenzen seiner Kapazität stoßen, wäre es denkbar, ein Areal westlich des bestehenden Kindergartens zu einem Wald- und Naturkindergarten zu entwickeln. In diesem Zusammenhang kann auch ein Wald- und Abenteuerspielplatz mit Grillmöglichkeiten sowie eine Streuobstwiese entstehen.

Seniorenpflege, Seniorenbetreuung

Die Angebote des ZAB richten sich selbstverständlich auch an Senioren und Seniorinnen. Das gilt für Gesundheits- und Sportangebote, für Dorfküche und Café sowie für weitere Aktivitäten. Insbesondere in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde wäre es denkbar, hier ein weiterreichendes Pflege- und Betreuungskonzept auszuarbeiten, das unter anderem auch in den Räumlichkeiten des Gemeindehauses stattfinden könnte.

Verbindungen

Neue Wegverbindungen für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen sollen den Dorfkern Volpriehausens in Zukunft noch zugänglicher machen und insbesondere die drei Entwicklungsbereiche (Handel, Tradition und öffentliche Infrastruktur) miteinander verbinden, also den Bereich der öffentlichen Infrastruktur mit dem traditionellen Dorfkern und den Hauptstraßen für Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie zusammenbringen.

Eine exemplarische Geschichte: Familie Korn

Familie Korn ist eine typische Familie. Frau Korn ist Physiotherapeutin und ist in einer Praxis in Göttingen angestellt. Herr Korn hat Wirtschaftswissenschaften und Informatik studiert und ist dabei, sich nach einigen Jahren Praxiserfahrung mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig zu machen. Er ist viel unterwegs und hat fast alles in seinem Laptop und seinem Handy dabei. Die Kinder Jana und Paul sind drei und sieben Jahre alt. Jana geht noch nicht in den Kindergarten, weil die Plätze knapp sind und wird daher von einer Tagesmutter betreut. Paul ist in der ersten Klasse. Eigentlich möchten Frau und Herr Korn nicht unbedingt in der Stadt wohnen, aber Frau Korn hat dort ihre Arbeit. Herr Korn genießt es außerdem, nach einem langen Tag alleine im Büro abends noch Leute zu treffen und ins Fitnessstudio zu gehen. Sein Büro liegt in einem großen Bürogebäude, essen geht er in der Kantine, deren Essen aber nicht wirklich gut und in der die Atmosphäre etwas steif und bieder ist. Die Miete für das Büro lohnt sich nicht wirklich, da er viel unterwegs ist. So repräsentativ, dass er Geschäftsbesuch einladen könnte, ist das Büro aber auch nicht. Eine Sekretärin und ein Besprechungsraum ist im Budget des Gründers ebenfalls noch nicht drin. Aber zu Hause findet er auch nicht die Ruhe zum Arbeiten. Eigentlich wünschen sich beide eine gesunde und sichere Umgebung für ihre Kinder und Anschluss an ein soziales Umfeld. Doch in der Nachbarschaft in Göttingen sind viele erst abends zu Hause. Die eigenen Freunde leben über die ganze Stadt verteilt.

Während eines Ausflugs in die nähere Umgebung, kommt die Familie eines Tages nach Volpriehausen und entdeckt das ZAB. Herr Korn ist vom Coworking begeistert. So was kennt er nur aus großen Städten wie Berlin, Hamburg oder München, aber es ist genau das, was er sucht. Hier hat er eine ruhige und perfekt ausgestattete Arbeitsumgebung, die er nach Bedarf nutzen kann. Aber raus auf’s Land pendeln? Das scheint zwar eine verrückte Idee, aber er wagt das Experiment. Er kann ja innerhalb eines Monats wieder im ZAB kündigen. Herr Korn mietet sich daher im ZAB einen flexiblen Arbeitsplatz für zwölf frei wählbare Tage im Monat. Besprechungsräume kann er nach Bedarf dazu buchen. An der Rezeption werden Anrufe und seine Post entgegengenommen und verwaltet – auch wenn er unterwegs ist. Das kommt ihn insgesamt sogar ein wenig günstiger als das Büro in Göttingen. Nach der Arbeit und vor der Rückfahrt nach Göttingen geht er nun oft noch ins Fitnessstudio des ZAB, mittags isst er in der Dorfküche, in der weitaus besser und frischer gekocht wird, als in seiner Göttinger Kantine. Schon bald hat er Anschluss gefunden: im Coworkingbüro hat er einen Webdesigner kennen gelernt, der seine Internetseite aufbaut und eine Versicherungsmaklerin hat ihm seine Versicherungen auf Vordermann gebracht. Herr Korn merkt, dass der Austausch mit den anderen im Büro gut tut und ihm neue Anregungen für die eigene Arbeit bringt. Als er mittags sieht, dass einige seiner Coworking-Kollegen mit ihren Kindern in der Dorfküche zu Mittag essen, die in der Rehbachschule das Ganztagsangebot wahrnehmen, kommt ihm erstmals der Gedanke, die ganze Familie in die Bollertdörfer umziehen zu lassen. Den Ausschlag dazu gibt eine Anzeige am schwarzen Brett des ZAB: ein wunderschöner alter Fachwerkhof mitten im Dorf steht zum Verkauf. Über ein Leasingprogramm der Bollertdörfer Initiatve ist die Finanzierung relativ einfach und mit geringem Risiko behaftet. Ein Kindergartenplatz und ein Schulplatz werden Neubürger*innen garantiert.

Familie Korn muss nicht lange überlegen: sie wagt den Schritt. Nun muss Frau Korn zwar nach Göttingen pendeln, aber sie beginnt, abends eigene Physiotherapieangebote im Sport- und Gesundheitsbereich des ZAB anzubieten. Schon länger trägt auch sie sich mit dem Gedanken, mit zwei Bekannten eine eigene Gemeinschaftspraxis zu eröffnen. Im ZAB könnte sie dafür Räume anmieten. Sollte sie größer werden, stünden auch an der Delliehäuser Straße einige zentral gelegene Räumlichkeiten zur Verfügung. Jana wird im neuen Naturkindergarten angemeldet und Paul geht nun zur Rehbachschule. Mittags isst Herr Korn, wenn er nicht unterwegs ist, mit seinen Kindern in der Dorfküche. Paul hat schon erste Freunde im Fußballverein. Am Wochenende geht die ganze Familie gern ins Freibad. Die alten Freund*innen aus Göttingen nutzen das dann aus, um auch mal aus der Stadt heraus zu kommen. Manche überlegen sich ernsthaft, es der Familie Korn nachzumachen. Die überlegt mittlerweile, Frau Korns Mutter aus Hannover nach Volpriehausen zu holen. Denn in Hannover lebt sie zur Zeit recht einsam in einer viel zu großen Wohnung. Sollte sie einmal pflegebedürftig werden, wäre ihr ein Platz in den Altersheimen der Bollertdörfer sicher. Aber wenn alles gut geht, möchte sie sich erst noch möglichst lange in der Dorfküche des ZAB engagieren, um etwas für ihre Enkelkinder und die Jugend im Dorf zu tun.

Zum Download: Das ZAB Konzept

Planung und Konzept: Sonja Hörster, Jascha Rohr, Karin Wert und die Teilnehmenden der Bürgernahen Entwurfswerkstatt

Plangestaltung: Corinna Czelinski, Sonja Hörster, Karin Wert

Illustrationen: Katja Braasch

Erstellt im Auftrag der Bollertdörfer Initiative: www.bollertdoerfer.de

 

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