In unserer Arbeit stellen wir immer wieder fest: städtebaulich interessante Flächen werden von den Kommunen an große Investorenfirmen verkauft, bevor die Öffentlichkeit eine reelle Chance bekommt, ihre eigenen Interessen und Konzepte zur Nutzung dieser Flächen zu kommunizieren. Unter dem finanziellen und politischen Druck, der auf Kommunen und
ihren Repräsentanten lasten, werden häufig Entscheidungen zur kurzfristigen Sanierung von Finanzen oder zur Entlastung von politischer Verantwortung getroffen, die in Stadtentwicklungen resultieren, die wir allerorten beobachten können. Die Folge sind oft eine Anonymisierung und Fragmentierung des Ortsbildes, der Verlust lokaler Identitäten und Produkte, die Verdrängung des Einzelhandels und mittelständischer Unternehmen, der Abfluss von Kapital und hochwertigen Arbeitsplätzen aus der Region.
Investoren sind notwendig, keine Frage! Im Sinne einer positiven Stadtentwicklung halten wir es jedoch für unablässig, dass Kommunen in einem fachlich begleiteten Prozess zunächst selbst räumliche Konzepte entwickeln und ihr eigenes gestalterisches und unternehmerisches Potential zugunsten ihrer Kommunen und ihrer Region entfalten. Auf
dieser Grundlage können Investoren geworben werden, die bereit sind, diese Konzepte mit den Verantwortlichen weiterzuentwickeln und umzusetzen. Nur so können innovative und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Lösungen entstehen, die ökonomisch langfristig funktionieren und die Stadt in ihrer Lebensqualität aufwerten.
Für unsere geplante Veröffentlichung zu diesem Thema recherchiert das INSTITUT FÜR PARTIZIPATIVE GESTALTUNG beispielhafte Projektentwicklungen, in denen Politikerinnen und Politiker, Bürgerinnen und Bürger sowie Investorinnen und Investoren erfolgreich zusammen gearbeitet haben. Wir konzipieren Trainings-, Coaching- und Partizipationskonzepte für interessierte Kommunen und ihre Akteure, die die eigenen Gestaltungspotentiale voll ausschöpfen möchten, bevor nicht mehr rückgängig zu machende Entscheidungen getroffen werden.
