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Neue Ausrichtung für die Gemeinschaft Jahnishausen

01.12.09

So ganz klar war es niemandem warum wir nach Jahnishausen kommen sollten. Eine neue Ausrichtung suchte die Gemeinschaft nachdem sich die Zusammensetzung der auf dem Projekt lebenden Menschen in letzter Zeit stark verändert hatte. Permakultur, Soziales, Organisationsstrukturen, Arbeit mit dem Ort und Fragen nach Alterszusammensetzung der Gemeinschaft standen auf dem Programm. Alles zusammen wäre nicht zu bewältigen gewesen. Gleichzeitig war diese Unklarheit der Schlüssel zu unserer gemeinsamen Arbeit.

Was sich dann entwickelte war ein intensiver Prozess mit den Menschen und dem Ort. Die fehlende Klarheit und Orientierung rückte in den Mittelpunkt unserer Auseinandersetzung und wurde als Grundproblem in der Behandlung aller weiteren Fragen offensichtlich. Am Samstag abend sah es noch so aus, als wäre es nahezu unmöglich sich auf eine klare innere und äußere Führung zu einigen. Eher bedrückt beendeten die Teilnehmenden den Tag. In den letzten Stunden des Workshops wirkte dann aber endlich die Vorarbeit mit dem Kontext und in der letzten Stunde platzte der Knoten. Nicht nur hatten die Teilnehmenden scheinbare Widersprüche mit großer Empathie und unabhängig voneinander vereint, auch hatte sich eine neue Mitte der Gemeinschaft herausgebildet: örtlich genauso wie in der Haltung der Teilnehmenden: Tatkraft, Entschlossenheit und Orientierung waren für alle merklich gewachsen.

Für uns ein magischer Prozess und ein reiches Wochenende mit neuen Erfahrungen darüber, wie kollektive Intelligenz entsteht.