Verfahrensbegleitung

Kooperative Verfahren sind dialogorientierte Verfahrensarten. Sie kombinieren die positiven Aspekte von Kooperation zwischen allen Projektakteuren und Wettbewerb zwischen den professionellen Planungsteams miteinander. Ziel ist es, auf den Kontext abgestimmte Entwurfslösungen zu unterstützen.

Herausforderungen verstehen und angehen

Der markanteste Unterschied zwischen kooperativen Verfahren und klassischen Verfahren ist der Austausch zwischen AuftraggeberIn (AusloberIn), weiteren Akteuren (in Jury oder Begleitkreis) und den Planungsteams im laufenden Verfahren. Die schrittweise Aufgaben- und Zielfindung sowie der Meinungsaustausch mit den verschiedenen Beteiligten hilft den Planungsteams, die gegebenen Herausforderungen der Aufgabenstellung und des Ortes eingehend zu verstehen. So entstehende Entwürfe sollen realistischer werden und realisierbarer sein.

Wir begleiten Sie bei der Konzeption, Organisation, Durchführung und Dokumentation von kooperativen, dialogorientierten Verfahren wie z.B.

  • kooperativen Wettbewerbsverfahren nach RPW 2008. Kooperative Wettbewerbsverfahren bieten sich zur Bearbeitung von komplexen Gestaltungsfragen an wie z.B. im städtebaulichen Bereich gegeben, deren genaue Aufgaben und Ziele erst während und durch das Verfahren eindeutig definiert werden können. Die im Wettbewerbswesen geforderte Anonymität darf ausnahmsweise aufgehoben werden, um die Präsentation von Zwischen- und Endergebnissen im Prozess zu ermöglichen.
  • informellen kooperativen Entwurfsverfahren. Die Durchführung von informellen kooperativen Entwurfssverfahren hat sich besonders im Bereich des Privat Public Partnerships bei der Entwicklung von für die Stadtgestalt wichtigen Flächen, die sich jedoch nicht oder nicht vollständig im Besitz der Kommune befinden, bewährt. Informelle kooperative Planungsverfahren tragen hier dazu bei, dass EigentümerInnen, InvestorenInnen und Kommune frühzeitig in einem gemeinsamen Prozess mit professioneller Unterstützung durch die Planungsteams stimmige Konzepte entwickeln können. Die positiven Auswirkungen des Dialogs und der Kooperation zeigten sich übrigens auch bei der anteiligen Finanzierung.

Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu den verschiedenen Verfahrensmöglichkeiten und helfen Ihnen, die für Sie passende Verfahrensart auszuwählen.

Weiterführende Informationen:

Artikel "Baukultur durch Dialog. Kooperative Verfahren zur Bewältigung komplexer Planungsaufgaben." Von Sonja Hörster. Veröffentlicht in PLANERIN - Zeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung Juni 2009